Tuinamassage

Was ist die Tuinamassage?

Aus der Sicht der westlichen manuellen Medizin:

Unter dem heutigen Begriff Tuinamassage werden Schiebe- und Reibetechniken verstanden, die sowohl Akupressur, als auch Variationen der Druckbehandlungen der Meridian-Punkte (mit dem Daumen, der Faust, dem Ellenbogen etc.) enthalten; einschließlich der Sonderpunkte (lokale, Ganzkörper und gegenseitig) und verschiedener manueller Meridianregulationen, sowie Mobilisations- und Dehntechniken der Gelenke und Muskeln.

Dieses System schließt selbständige Übungsformen z.B. isometrische Übungen und impulserzeugende manipulative Behandlungen ein.

Aus der Sicht der chinesischen Medizin:

Durch die verschiedenen (auch tief greifenden) manuellen Techniken wird Qi und Blut in den lokalen, wie auch in den Ganzköpermeridianen reguliert. Durch diese Stimulation und Regulation wird das Yin & Yang des Körpers und des Funktionskreises der 5 Elemente (chinesisches Organsystem) wieder hergestellt.

Was ist individueller Wellness TUINA ?

Individueller Wellness TUINA ist eine individuelle Betrachtung und Behandlung, zur Gesundhaltung, zur Vorbeugung, zum Abbau von Negativstress und zur Regulation des Ganzkörper-Funktionssystems um Seele und Körper in Einklang zu bringen. Es umfasst manuelle TUINA Techniken und ergänzende Kräutermittel, Steine und Klopftechniken um Qi und Blutenergie in den Ganzkörpermeridianen zu regulieren.

I. Harmonisierung von Yin und Yang

Die Tui Na Massage wirkt primär auf die energetischen Strukturen des Menschen ein. Ihre manuellen Techniken zielen darauf ab Yin- und Yang in Einklang zu bringen. Das ausgewogene Zusammenspiel beider Qualitäten gewährleistet Gesundheit und Harmonie. Yang bezeichnet die Sonnenseite eines Berges und Yin bezeichnet die Schattenseite eines Berges. Yin und Yang, die zwei sich gegenseitig bedingenden energetischen Grundqualitäten, drücken sich beispielsweise in der menschlichen Körperstruktur folgendermaßen aus: Yang stellt sich auf der Körperrückseite, im Oberkörper und in dem nach Außengerichteten dar, Yin äußert sich auf der Körpervorderseite, im Unterkörper und in dem nach innen Gerichteten. Yang ist Funktion und Yin ist Substanz. Qi ist Yang und Blut ist Yin. Yang steigt auf, erzeugt Wärme, macht Bewegung, bewirkt Wachstum, erzeugt Aufregung und baut Spannung auf. Yin hingegen bewirkt ein Absinken, erzeugt Kälte, ist Ruhe, bewirkt Rückgang, erzeugt ein Gefühl von Zurückhaltung. Die Harmonisierung von Yin und Yang wirkt auch in das Prinzip des „wu xing“ der fünf Wandlungsphasen mit seinen Zang Organen (Yin-Organen: Herz, Milz/Pankreas, Lunge, Nieren und Leber) und Fu-Organen (Yang-Organen: Dünndarm, Magen, Dickdarm, Blase und Gallenblase) hinein. Die Balance zwischen Yin und Yang kann auch durch die sechs exogenen (klimatische Auslöser) und die sieben endogenen pathogenen Faktoren (Emotionen) gestört werden, sowie durch spontane Verletzungen. Entsprechend des diagnostizierten Yin – Yang Ungleichgewichtes werden entsprechende manuelle Techniken angewendet. Die Intensität, Umfang und Richtung der Stimulation werden der Diagnose des Syndroms angepasst. Bei Kälte- Syndromen beispielsweise eignet sich die Technik Mo Fa (Reiben) in langsamer, langandauernder, sanfter rhythmischer Ausführung.

 

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